Jahresrückblick 2021 und Ausblick auf 2022

Hier möchte ich mit euch unsere Entwicklung in 2021 teilen.

2021 haben wir ca. 1,25 Tonnen Kakaomasse verkauft. Das entspricht ca. 6.292 Tafeln mit 151.008 Quadraten, woraus vermutlich 100.672 Tassen zubereitet wurden (bei gemittelten 1,5 Quadraten pro Tasse). Das sind 276 Tassen pro Tag.

Weil wir beim Rösten und Schälen der Kakaobohnen immer Masse verlieren (ca. 20%), haben wir ca. 1,6 Tonnen rohe Kakaobohnen eingekauft. Das sind 1,6 Tonnen Kakaobohnen, die in dem nachhaltigsten aller Wirtschaftssysteme - dem Agroforst - angebaut wurden. Wir haben damit direkt den Erhalt von Regenwald, Artenvielfalt, Nährstoffen im Boden und indigener Kultur unterstützt. Für eine genaue Aussage, wie viel CO2 dadurch eingespart wurde, fehlen uns noch die Ressourcen.

Im Vergleich: Die beiden Fincas aus Guatemala 🇬🇹, von denen wir den Indio Rojo beziehen, produzieren ca. 10 Tonnen rohe Kakaobohnen in guten Erntejahren.

Das sind natürlich noch sehr kleine Zahlen. Aber wir sehen, in welche Richtung es mit Moruga gehen kann. Die Produktidee scheint bei euch anzukommen, denn ihr habt den Produkten durchschnittlich 4,9 Sterne in 265 Bewertungen gegeben. 🥳

Ein (zwei, drei) neue(r) Fulfilment-Partner

Vor genau einem Jahr stand ich noch jeden Tag selbst am Packtisch, habe per Hand Grußkarten unterzeichnet, Pakete gepackt und sie zur Post gefahren. Manchmal habe ich meine Schwester dazu genötigt, mir zu helfen. Und dann mussten auf einmal 500 Pakete gepackt werden.

Weil wir uns nicht auf Verpackungslogistik spezialisieren wollten, sondern Schokolade neu erfinden möchten, haben wir das komplette sogenannte “Fulfilment” zu einem Profi ausgelagert. Soweit die Theorie.

Weil der erste Logistikpartner allerdings alles andere als professionell war und der zweite Logistikpartner völlig chaotisch war, ging die Suche im Sommer weiter. Ein ganz dickes “Sorry” an alle Kunden, die in der Zeit vom Februar bis September 2021 falsche Produkte geliefert bekommen haben oder wochenlang auf ihre Bestellung warten mussten.

Im September sind wir dann endlich zu Alaiko gewechselt, unserem überaus zuverlässigen Fulfilment-Partner, der jetzt seit 4 Monaten aus Bielefeld den Kakao reibungslos zu euch sendet. Bestes Team ever! ❤️

13/3.000 Sorten

Ich schreibe immer gerne, dass es über 3.000 verschiedene Kakaosorten und -unterarten gibt. 2021 haben wir 10 neue Sorten eingeführt und unser Portfolio auf insgesamt 13 Sorten ausgebaut. Wir haben also noch viel zu tun!

Ein persönliches Highlight war für mich der Trinitario aus Papua New Guinea 🇵🇬. Ich hätte nie geglaubt, dass Kakao wirklich solche Torf-/Raucharomen ausbilden kann. Die Beschreibung “Wie schottischer Whisky” ist nicht zu weit hergeholt. 🥃

Was wird 2022 passieren?

Format & Verpackung

Woran wir auf jeden Fall noch schrauben können - und müssen - ist die Verpackung. Oder genauer gesagt das Format der Schokolade. Zwar sind unsere Tafeln dank der klar definierten Quadrate besser zu dosieren als z.B. ein ganzer Block oder Pulver oder kleine Perlen. Als regelmäßiger Moruga-Konsument weiß man, wie viele Quadrate man gerne trinken würde und die perfekte Ratio zwischen Wasser und Kakao hat man auch irgendwann für sich gefunden. 

Unsere Tafeln brechen allerdings nicht immer perfekt ab und sind tendenziell ein bisschen groß. Ich selbst habe immer eine offene Tafel von allen verfügbaren Sorten zuhause und rotiere die Sorten durch, weil ich alle gerne mag. Das führt dazu, dass ich meistens 3-5 offene Tafeln herumliegen habe. Die verlieren natürlich Aroma. Ich glaube, dafür gibt es eine bessere Lösung.

2022 werden wir also vor allem über die Sommermonate an neuen Formaten tüfteln.

Verfügbarkeit

Wir sind ständig ausverkauft und rotieren unsere Sorten. Das ist zwar immer aufregend aber manchmal besonders nervig, wenn man sich auf eine bestimmte Sorte gefreut hat. Warum ist das so? Das habe ich in einem anderen Blogpost im April schon einmal erklärt. Für uns ist jetzt eher interessant, was wir dagegen unternehmen.

Wir haben eine Partnerschaft mit Original Beans angestoßen, die nicht nur eine eigene Schokoladenmarke in den Handel gebracht haben, sondern auch im großen Stil Kakaobohnen importieren und neue Projekte mit Kakaobauern ins Leben rufen. Die aktuellen Sorten (Tabasqueño aus Mexico 🇲🇽, Arhuaco aus Kolumbien 🇨🇴, Virunga aus der DR Kongo 🇨🇩 und Rwenzori aus Uganda 🇺🇬) beziehen wir über Original Beans, die uns eine konstante Lieferung gewähren können. Nur der Arhuaco aus Kolumbien 🇨🇴 wird dieses Jahr auf weniger als 600 Tafeln begrenzt sein, da es massive Ernteausfälle in der Region gab.

Wir werden versuchen, einen oder zwei “Haus-Kakaos” immer auf Lager zu haben. Es würden sich anbieten:

Abo-Modell

Wer einmal vom Kakao-Fieber gepackt ist, der trinkt Moruga gerne jeden Tag. Ein Abonnement würde sich anbieten und wir werden oft darauf angesprochen. 

Das können wir technisch auf der Website relativ simpel umsetzen. Zuerst müssen wir aber eine stabile Lieferkette sicherstellen können. Wenn wir eine oder zwei Sorten wirklich immer auf Lager halten können, dann können wir anfangen, sie als Abonnement (z.B. monatlich) anzubieten.

Alternativ: Wir bieten ein Überraschungs-Abonnement mit garantiert 3 unterschiedlichen Sorten an. Manche davon kennt ihr dann evtl. schon, manche wären neu. Ihr bekommt aber auf jeden Fall zu einem festen Zeitpunkt 3 Tafeln zugesendet. Was denkt ihr dazu? Teilt uns eure Meinung in den Kommentaren unten mit.

Neues Shaker-Design

Manch eine(r) hat es vielleicht schon mitbekommen: Wir haben seit Ende Dezember ein neues Design für unsere Kakao Shaker. Die Shaker kommen jetzt mit einem echten Bambus-Deckel und tropfen nicht mehr so leicht beim Ausgießen. Außerdem kommen sie in einem super schicken Karton-Zylinder geliefert, der sich perfekt fürs Verschenken eignet. 

Verbesserungsvorschläge?

Habe ich etwas nicht erwähnt, was ihr gerne ändern würdet? Teilt es uns in den Kommentaren unten mit!

Ich trank während des Schreibens: Selva Tabasqueño aus Mexico 🇲🇽


4 Kommentare


  • Jonas Wind

    Hallo Monika,

    das tut mir sehr leid zu hören!

    Bitte habe Verständnis dafür, dass wir den Versand der Tafeln (wortwörtlich) nicht in der Hand haben, und es dadurch bei besonders schlampigen Postboten auch mal zu einer zerbrochenen Tafel kommen kann. Der einzige Weg, das zu verhindern, wäre, das Paket mit so viel Füllmaterial auszustopfen, dass selbst ein DHL-Lieferant im Weihnachtsstress keinen Schaden anrichten kann. Das wäre allerdings weit weg von einer nachhaltigen Lösung.

    Eine weitaus nachhaltigere Lösung wäre ein neues Format (z.B. Drops), die kaum zerbrechen können oder bei denen es niemanden stört, wenn 10 von 200 zerbrochen sind. Ich habe ja oben geschrieben, dass wir an solchen Lösungen tüfteln.

    Dein Fall ist natürlich extrem und selbstverständlich schicken wir dir 3 neue Tafeln zu. Wir haben dafür schon direkt per Email mit dir Kontakt aufgenommen.

    Allerbeste Grüße,

    Jonas


  • Monika Iwakiri

    Anfang Dezember habe ich eine Sendung von Ihnen mit den 3 neuen Sorten erhalten. Sie waren wie immer im Karton verpackt, aber alle Tafeln waren zerbrochen. Am schlimmsten war Virunga: in 4 schiefe Teile, an den Rändern überall Katsche, und durch das Gekrümel war die Oberfläche ziemlich ramponiert. Beim Quadrate-Schneiden waren von 24 nur 2 quadratisch, der Rest nur kleine Bröckchen oder Krümel.
    So eine schlechte Qualität habe ich von Ihnen noch nie erhalten.
    Am 10.12. hatte in Darmstadt eine Kakao-Party geplant, mit 5 Freundinnen. Dazu habe ich dann lieber 3 alte, nicht mehr erhältliche Sorten mitgebracht (Venezuela, Mexico, Peru). Die neuen waren leider nicht präsentabel.
    Es kann nur noch besser werden!
    Ich wünsche ein erfolgreiches Neues Jahr 2022!
    M. Iwakiri, Bad Nauheim


  • Brigitte

    Lieber Jonas + Moruga Team,
    ich hatte mich bei der letzten Bestellung schon gewundert über Lieferung aus Bielefeld ;-) Hat aber 1A geklappt! Ich fände es super, wenn es ein paar Standard Sorten immer auf Lager gäbe, verstehe aber, dass das mit der Liefersicherheit nicht so leicht geht, speziell gerade jetzt. Original Beans kenne ich nicht, aber ich hoffe und bin mir sicher ihr achtet weiterhin auf Standards, Qualität, Nachhaltigkeit der Kakaobohnen und eben auch, dass man tolle Sorten bekommt, die eben gerade nicht im großen Stil angebaut werden…und somit eben auch nicht in Riesen-Massen immer verfügbar sind. Ich finde das nicht schlimm…mir ist lieber ihr habt immer mal wieder extravagante, unentdeckte und altbewährte Sorten im Programm, die die Leute und Umwelt vor Ort schätzen und unterstützen.
    Mein absoluter Favorit bisher war übrigens Indio Rojo! Soooo toll herb und kakao-ig…ein TRAUM! Von den letzten Sorten kam dem “Virunga” am nähesten…auch echt lecker!
    Was die Verpackung angeht, ich find sie ok so, aber verbessern lässt sich immer was schätze ich. Allerdings stimme ich der vorherigen Kommentatorin zu, dass die Aufschrift der Sorte besser angebracht werden sollte, so dass sie nicht beim Öffnen mit abgerissen wird (wie aktuell) oder verwischt und man es kaum lesen kann (wie zuvor). Ach so…den Cacao in die Form von “wafers” zu bringen, wie es in USA und UK viel gemacht wird, fände ich auch sehr praktisch, gut zu dosieren, sehr handlich…wär nur ne Idee ;-)
    Ansonsten finde ich es klasse, dass ihr uns hier mit so tollem Cacao beliefert, (musste früher aus dem Ausland bestellen, bei firefly —> jetzt ORA cacao aus USA – qualitativ auch TOP und nachhaltig!)…von daher DANKE und macht weiter so!


  • Annette

    Hallo Jonas,
    ich habe zu Weihnachten das Entdeckerpaket samt Shaker verschenkt. Wir sind schwer begeistert, mein Favorit bisher ist Virunga, mein Mann mag alle 3 Sorten. Ich bin gespannt auf neue Geschmäcker!
    Einen Verbesserungsvorschlag hätten wir: Wäre es möglich, ein größeres Etikett samt größerer Schrift für die Sortenbeschriftung zu verwenden?
    Ich musste es erst suchen und brauchte fast eine Lupe zum Lesen! 😂
    Sonst ist alles perfekt!
    Liebe Grüße aus Flemlingen,
    Annette


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